Glossar · Kalkulation
Vom Wareneinsatz zum Verkaufspreis: Formel, Aufschlagsfaktor nach Betriebstyp, Mehrwertsteuer, Beispielrechnung — und die drei Fehler, mit denen sich fast jeder Betrieb leise selbst die Marge wegrechnet, ohne es zu merken.
Definition. Speisekartenkalkulation ist das Verfahren zur Ermittlung des Verkaufspreises eines Gerichts auf Basis des Wareneinsatzes, des angestrebten Wareneinsatzanteils, der Mehrwertsteuer und einer betriebsindividuellen Marge. Branchenüblich wird mit einem Aufschlagsfaktor zwischen 2,8 und 4,5 gerechnet.
Beispiel. Pasta-Gericht mit 4,80 € Wareneinsatz (Pasta, Sauce, Garnitur, inkl. 8 % Schwund) × Faktor 3,5 = 16,80 € netto. Bei 19 % MwSt. (Vor-Ort-Verzehr in Deutschland 2024) sind das 19,99 € brutto.
| Betriebstyp | Aufschlagsfaktor | Wareneinsatz |
|---|---|---|
| Gehobenes Restaurant | 3,5–4,5 | 22–29 % |
| Klassisches À-la-carte | 3,0–3,8 | 26–33 % |
| Systemgastronomie / QSR | 2,8–3,2 | 31–36 % |
| Bar (Spirituosen) | 4,0–6,0 | 17–25 % |
| Kaffeebar | 5,0–8,0 | 12–20 % |
Kalkulation ermittelt den Preis eines Gerichts. Menu Engineering bewertet die gesamte Karte nach Deckungsbeitrag und Verkaufshäufigkeit und sortiert in Stars (viel verkauft, hohe Marge), Plowhorses (viel verkauft, niedrige Marge), Puzzles (selten verkauft, hohe Marge) und Dogs (selten verkauft, niedrige Marge). Die Dogs gehören meistens von der Karte — siehe Wareneinsatzquote und 5 Hebel für unter 30 %.
Wenn du willst —
Karte unter die Lupe, Wareneinsatz pro Gericht, ehrliche Empfehlungen. 30 Min Klartext.